Schön, dass du dabei bist!

Wir sind ein bisschen aufgeregt: Am Freitag beginnen die Olympischen Winterspiele. Und wir starten ERSTE WIRD MAN NICHT ALLEIN, kurz: ERSTE – die neue Medienmarke für den Sport der Frauen. Es geht also wirklich los.

Projekt: ERSTE

Wir sind Journalistinnen, Fotografinnen, Sportlerinnen und Fans – und im Begriff, mit euch zusammen eine wundervolle Community aufzubauen. Wir lieben Sport, insbesondere den Sport der Frauen. Und wir starten ERSTE, weil gerade etwas Großes passiert. Wir haben es während der Basketball-EM erlebt, der Fußball-EM und der Handball-WM, sowie in Stadien und Hallen in Hamburg, München, Dortmund oder Köln. Ein kribbelndes Gefühl, das sich überall ausbreitet und vermittelt: Everyone watches women’s sports.

Der Sport der Frauen ist kein Trend mehr, kein Hype. Das hier – die Sportlerinnen, die Teams, die Leidenschaft, der Einsatz, die Leistung – das alles bleibt. Die Fans sind da. Sie schauen hin. Und sie wollen mehr.

Wir sagen: Es ist Zeit für ERSTE. Wir bieten Sportlerinnen – und den Menschen hinter ihnen – eine neue Bühne. Sie stehen für Leistung und Wettkampf, aber auch für Selbstermächtigung, Respekt und Aufbruch. Sie prägen Mode und Lifestyle. Ihre Geschichten sind zu gut, um nicht erzählt zu werden.

Aber auch, wenn Sportlerinnen mittlerweile längst abseits der Spielfelder Rekorde brechen: Medial finden sie oft immer noch im Abseits statt. Eine Medienmarke für den Sport der Frauen ist also überfällig.

Und jetzt zum Sport

In dieser Woche starten die olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Der Frauenanteil ist so hoch wie nie zuvor bei den Winterspielen, ein Meilenstein. Und gleichzeitig gibt es immer noch Disziplinen wie die Nordische Kombination, in der Frauen nicht antreten dürfen.

Mit dabei ist – zum ersten Mal seit zwölf Jahren – die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen. Für die Premiere von ERSTE WIRD MAN NICHT ALLEIN haben wir mit Torhüterin Sandra Abstreiter über ihr Olympiadebüt gesprochen, und über ihren Weg zur Profispielerin. Sandra wandelt zwischen den Welten: In Kanada spielt sie in der besten – und bestbezahlten – Eishockey-Profiliga der Welt, die hiesige Deutsche Frauen Eishockey Liga (DFEL) – in der einige ihrer Nationalmannschaftskolleginnen spielen – ist dagegen chronisch unterfinanziert.

Was euch erwartet

Ab heute erscheint dieser Newsletter alle zwei Wochen – und richtet den Blick dabei immer wieder auch auf Sportarten, denen bislang nur geringe mediale Aufmerksamkeit zuteil wurde. Im Sommer starten wir unseren Podcast. Unser Magazin soll im Herbst erscheinen. Es ist das erste in Deutschland, das sich einzig und allein dem Sport der Frauen widmet. Auf unserer Website erfahrt ihr bald mehr über unsere Pläne. Dort könnt ihr euch auch für den Newsletter anmelden, sollte euch diese Ausgabe von anderswo zugespielt worden sein. 

ERSTE WIRD MAN NICHT ALLEIN – das heißt auch: Wir brauchen euch. Teilt den Newsletter mit anderen Sportbegeisterten, mit eurem Run Club, euren Bolzplatz-Kolleginnen, eurer Hockeymannschaft oder eurer Freiplatz-Crew. Wir freuen uns über jede (und jeden!), die (oder der) mitliest. Und auf eure Ideen, Gedanken und Vorschläge unter: [email protected]

Ready, set, go!

Foto: Sinah Bruckner

“Das Ziel: eine Liga, von der man leben kann.”

Sandra Abstreiter ist eine echte Eishockey-Heldin. Im bayerischen Freising geboren, steht die 27-Jährige mittlerweile nicht nur für die deutsche Nationalmannschaft im Tor, sondern auch in der Professional Women’s Hockey League (PWHL) für Victoire de Montréal, Kanada. Safe to say: Sandra ist eine Ausnahme-Torhüterin, ein eiskalter Block im Tor, und hat den deutschen Eishockeyfrauen zu ihrer ersten Olympia-Teilnahme seit 2014 verholfen. Zum Auftakt treten sie gegen Schweden an – keine leichte Aufgabe. Aber eine, die Nervenkitzel verspricht: Wir schauen auf jeden Fall rein.

Sandra, einige deiner Nationalmannschaftskolleginnen spielen – wie du – in Nordamerika. Was bringt ihr mit, was euch bei Olympia helfen wird?

Auf jeden Fall die Physis. Das hilft uns sehr. Wir spielen bei Olympia auf kleinerem Eis, so wie in der PWHL oder am College. Das ist ein riesiger Vorteil für uns. Aber der größte Unterschied ist, dass wir jeden Tag auf einem extrem hohen Niveau trainieren. Wir spielen dort ja eigentlich nur gegen kanadische und amerikanische Nationalspielerinnen.

Du spielst in der besten Eishockey-Liga der Welt vor ausverkauften Hallen. Hättest du dir das vorstellen können, als du mit dem Sport angefangen hast?

Auf keinen Fall. Als ich in Erding gespielt habe, gab es keine professionellen Ligen. Es gab auch keine weiblichen Vorbilder, denen ich nachgeeifert habe. Ich hatte einfach Spaß am Eishockey. Als ich von der Außenverteidigung ins Tor gewechselt bin, wusste ich irgendwann: Okay, Frauen-Eishockey existiert. Irgendwann habe ich vom College geträumt und den Sprung geschafft. Das Niveau war dort viel höher, aber wir haben auch nur vor hundert Leuten gespielt. Als mein Abschluss näher kam, wurde mir klar: Ich bin noch nicht fertig mit dem Sport. Aber es war 2023, und in Kanada konnte man nicht wirklich professionell spielen. Ich habe über Schweden nachgedacht. Da wird man immerhin bezahlt, aber man kann sich davon nichts aufbauen. Man lebt nur für den Moment. Und dann wurde die PWHL gegründet.

Man spürt, dass die Menschen
auf die Liga gewartet haben.

Sandra Abstreiter

In Kanada und USA ist Eishockey extrem beliebt, die Spieler der National Hockey League (NHL) sind Nationalhelden. Eine Profiliga der Frauen gibt es trotzdem erst seit 2023. Wie passt das zusammen?

Es gab semiprofessionelle Ligen, aber die Gehälter und Standards waren zu niedrig. Die Spielerinnen waren nicht krankenversichert, das ist vor allem in den USA ein riesiges Thema. Irgendwann haben sich dann einige Spielerinnen zusammengeschlossen und die Strukturen boykottiert. Sie haben nur trainiert, lange gar nicht gespielt und versucht, Sponsoren zu gewinnen. Sie haben sich für eine Liga eingesetzt, die unseren Wert widerspiegelt. Und ausgeharrt, bis jemand bereit war, diesen Schritt mit ihnen zu gehen.

Und gab es diese eine Person?

Eine US-Spielerin ist ganz früh auf Billie Jean King zugegangen. Sie hat das Projekt unterstützt und mit den Spielerinnen weiterentwickelt. Ein Investor kam dazu. Das Ziel war, eine Liga aufzubauen, von der man leben kann. Es ist krass, dass es die PWHL erst seit zweieinhalb Jahren gibt, und sie trotzdem schon so professionell ist. Das liegt auch daran, dass die Fußballerinnen und Basketballerinnen in den USA vorweg gegangen sind. Daran konnten wir uns orientieren.

Volle Hallen sind auch in Deutschland möglich: Das Testspiel der deutschen Eishockeyfrauen am 30.1. gegen Japan verfolgten 2.308 Zuschauer*innen. Deutschland verlor 2:3.
Foto: Sinah Bruckner

Jetzt sind die Hallen voll, Tausende schauen zu. Wie fühlt sich das an?

Unglaublich. Mein erstes Spiel in Ottawa werde ich nie vergessen. Beim Warm-up waren schon so viele Leute da, das war ein krasses Gefühl. Es war das erste Jahr, das erste Spiel, und alle waren sofort dabei. Es ist überall so: Selbst wenn die Männermannschaft am selben Abend spielt, ist unsere Halle ausverkauft. Man spürt, dass die Menschen auf die Liga gewartet haben. Es beeindruckt mich immer wieder. Und wenn wir in einer größeren Halle spielen, ist die auch wieder ausverkauft. Das ist ein richtig, richtig cooles Gefühl. Die Fans wollen, dass wir Spaß haben.

An welche Momente erinnerst du dich besonders gerne?

Es sind immer viele Kinder bei unseren Spielen, das ist super. Oder Eltern, die sich auf TikTok darüber freuen, dass ihre Töchter in einer Welt leben, in der sie jeden Sport machen können. Auch ältere Frauen kommen auf uns zu. Sie spielen immer noch, auch wenn sie schon über 50 sind, und freuen sich für uns, dass wir den Sport jetzt professionell ausüben können. Für sie ist das früher nie infrage gekommen. Sie sind aber nicht neidisch. Sie freuen sich einfach. Das ist wirklich schön.

Man blickt aus dem europäischen Frauensport ja oft neidvoll nach Nordamerika, aber trotzdem: Gibt es Dinge, mit denen ihr in der PWHL zu kämpfen habt?

Wir sind ja noch ganz am Anfang, deshalb möchte ich eigentlich nichts kritisieren. Aber die Einstiegsgehälter sind nicht sehr hoch. Wir geben uns gerade mit dem zufrieden, was wir haben, und vielleicht kann man momentan auch gar nicht mehr verlangen. Aber wenn man in die NHL blickt, also in die Liga der Männer, merkt man: Die haben ganz andere Kabinen, Trainingsräume, alles an einem Ort. Wir pendeln zwischen Trainings- und Spielhalle. Der Spielplan ist nicht perfekt, wir fliegen Linie. Das ist Meckern auf hohem Niveau, aber wenn man es professionalisieren will, wären eigene Charterflüge ein Ziel. Ich glaube auch, dass es langfristig wichtig ist, dass die einzelnen Teams nach und nach an eigene Investoren verkauft werden, um das Niveau zu steigern.

Zusammen mit ihren Mitspielerinnen setzt sich Sandra unter anderem dafür ein, dass die Kader vergrößert werden – und dass die Reserve-Spielerinnen besser bezahlt werden. Was Sandra sich für die deutsche Eishockeyliga der Frauen (DFEL) wünschen würde und was sie sich von den Olympischen Spielen erhofft, lest ihr nach dem Spotlight.

SPOTLIGHT

Golden Girls Die deutschen Sprinterinnen Pauline Grabosch, Lea Sophie Friedrich und Clara Schneider sind bei den Bahnrad-Europameisterschaften im türkischen Konya im Teamsprint zu Gold gefahren. Nicht dabei war Rekordfahrerin Emma Hinze, aus dem denkbar schönsten Grund: Die Bahnradfahrerin ist schwanger. Fast genauso schön: Ihr Sponsor unterstützt sie auch während der Schwangerschaft. Für Profisportlerinnen immer noch keine Selbstverständlichkeit.

Rekordverdächtig US-Stürmerin Trinity Rodman hat in einer festlichen Zeremonie ihren Vertrag bei Washington Spirit bis 2028 verlängert und ist mit jährlich zwei Millionen Dollar jetzt die bestbezahlte Fußballspielerin der Welt – ein Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung im Frauenfußball. Ebenso historisch: Der Tanz mit ihrer notorisch zurückhaltenden Trainerin Emma Hayes.

No-No-Nordische Kombination Den vielleicht größten Olympiaskandal erleben wir bereits vor Beginn der Spiele. Die Nordischen Kombiniererinnen um die deutsche Vize-Weltmeisterin Nathalie Armbruster dürfen in Italien nicht in ihrer Disziplin starten. Weil sie Athletinnen sind. Auf Instagram kündigte die ausgeschlossene US-Athletin Annika Malacinski an, aus Protest trotzdem nach Cortina zu fahren. Stay tuned.

Frauen, die nachts laufen Der SCC Berlin hat zusammen mit dem Tagesspiegel die Laufserie “Women who run in the dark” gestartet. Inga Hofmann, Ressortleiterin Sport beim Tagesspiegel, sagt dazu: „Viele Frauen kennen das Gefühl, sich im Dunkeln auf dem Heimweg unsicher zu fühlen. Sie vermeiden es, alleine laufen zu gehen.” Umso wichtiger, dass der Tagesspiegel das Problem beleuchtet.

All The Love Am 6. Februar kommt die Serie Heated Rivalry nach Deutschland (HBO Max). Lieben wir. Aber die Story ist nicht halb so schön wie die echte Eishockey-Lovestory von Julie Chu (USA) und Caroline Ouellette (Kanada): Einst rivalisierende Teamkapitäninnen (mit derselben Trikotnummer!), sind sie heute verheiratet. Them hat die ganze Geschichte.

Die Allererste Marthel von dem Berge gewann als erste Frau offiziell einen Marathon. 1968, in Bräunlingen im Schwarzwald, mit 40 Jahren. Laura Sophia Jung hat die heute 97-Jährige für DIE ZEIT getroffen.

Foto: Sinah Bruckner

“Wenn Geld da wäre, wäre vieles anders.”

Wahnsinn, ihr lest immer noch! Hier kommt der zweite Teil des Interviews mit Sandra Abstreiter. Es geht um die Beliebtheit des Sports in Deutschland, um wachsende Zuschauerinnenzahlen, und um den Auftritt des deutschen Teams bei Olympia.

Sandra, wie sieht es denn in der deutschen Liga aus?

Es gibt einige Spielerinnen in Deutschland, die den Sport professionell ausüben können, weil sie bei der Bundeswehr sind. Das will nicht jeder, aber das ist ein wichtiges Programm. Eine große Baustelle bleiben die unterschiedlichen Gegebenheiten. Memmingen beispielsweise ist an eine Herren-Oberligamannschaft angebunden. Die sind relativ gleichgestellt. Sie bekommen die notwendigen Trainingszeiten, sie haben eine eigene Kabine. Die ist ein Container am Parkplatz, und sie müssen jedes Mal mit ihren Kufen und der ganzen Ausrüstung zur Halle laufen, aber es ist immerhin etwas. In anderen Vereinen sind die Frauen dem Nachwuchsbereich zugeordnet. Sie stehen hinten an. Es wäre wichtig, für gleiche Voraussetzungen zu sorgen. Man kann nicht sofort die gleichen Gehälter zahlen. Aber Fahrtkostenerstattung, ein Bus für die Auswärtsfahrten oder die Ausrüstung wären schon ein Anfang. Letztlich läuft aber alles auf das Grundproblem hinaus: Geld. Wenn Geld da wäre, wäre vieles anders.

Strahlt das, was in der PWHL passiert, denn irgendwie auf Deutschland aus?

Es gab jetzt immer wieder ein paar gut besuchte Spiele, beim Deutschlandcup beispielsweise. Da sind mittlerweile sehr viele Zuschauer, und die merken: Hey, das ist schon ein attraktiver Sport. Aber die Nationalmannschaft bringt natürlich noch mal mehr Aufmerksamkeit mit sich.

Dann sind die Olympischen Spiele ja ein super Zeitpunkt, um sich zu zeigen, oder?

Auf jeden Fall. Wir wollten die Qualifikation natürlich auch aus sportlichen Gründen schaffen, aber wir haben uns auch innerhalb der Mannschaft ausgetauscht und gesagt: Um Frauen-Eishockey voranzubringen, müssen wir uns für die Olympischen Spiele qualifizieren. Ich meine, wir spielen jedes Jahr eine WM, das weiß wahrscheinlich keiner, aber bei Olympia schauen viele eben doch hin.

Müsst ihr erfolgreich sein, um die Aufmerksamkeit für den Sport zu steigern?

Für die Öffentlichkeit reicht es, glaube ich, dass wir dabei sind und zeigen, dass wir mithalten können. Wir spielen gegen Schweden, das ist eine Topnation. Gegen Frankreich und Italien müssen wir gewinnen. Die Fans supporten uns eigentlich immer, egal wie es ausgeht. Für uns Spielerinnen ist es aber auf keinen Fall egal.

Glaubst du, dass es dem Sport und seiner Beliebtheit hilft, dass er in Nordamerika viel körperlicher gespielt wird, mehr Checks erlaubt sind, und sich das auch hier langsam durchsetzt?

Ich denke schon. Es gibt einfach viele Leute, die sagen: Eishockey muss körperbetont sein, Eishockey muss laufen, es muss Tempo haben. Wir versuchen aber auch immer, den Fans klarzumachen, dass Frauen-Eishockey anders ist als Männer-Eishockey. Es ist zwar die gleiche Sportart, aber sie wird anders gespielt. Trotzdem glaube ich, dass man durch etwas mehr Körperlichkeit nach und nach vielleicht noch mehr Menschen mit ins Boot holen kann. Gerade diejenigen, die finden, dass Checks zum Eishockey gehören. Aber es ist auch so eine richtig coole Sportart, einfach auf eine andere Art und Weise.

Ich weiß, warum ich hier bin.

Sandra Abstreiter

Als Torhüterin stehst du andauernd vor einer riesigen Herausforderung: Konzentriert sein, ohne zu verkrampfen. Wie machst du das?

Es klingt banal, aber ich versuche, den Spaß zu bewahren. Vor dem Spiel bin ich eher locker. Wenn dann Showtime ist, dann schalte ich ein bisschen das Gehirn ab und sage mir: Ich mache das jeden Tag. Nur, weil es jetzt ein Ligaspiel ist, ist es nicht plötzlich anders. Nach Situationen, die nicht gut gelaufen sind, mache ich einen ganz kurzen Reset, gehe alles noch mal durch und sage mir: So hätte ich es eigentlich machen wollen. Dann ist das erledigt. Ich sage mir ganz oft, auch mal laut: Ich weiß, warum ich hier bin. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht, ich habe in meine Arbeit investiert, ich trainiere jeden Tag. Ich bin nicht ohne Grund hier.

Der Newsletter heißt ERSTE WIRD MAN NICHT ALLEIN. Das gilt ja nicht nur für den Sport. Wer oder was hat dir auf deinem Weg nach oben geholfen?

Ganz klar, an erster Stelle, meine Mutter. Sie hat ihre Arbeitsstunden reduziert, damit sie mich direkt von der Schule abholen und ins Training bringen konnte. Sie hat mich zu Spielen gefahren und war damals auch selbst als Betreuerin dabei, später sogar als Jugendleiterin bei uns in Erding. Sie hat sehr viel von ihrer eigenen Freizeit geopfert. Was mir außerdem sehr geholfen hat: In Erding hatten wir damals richtig viele Mädchen, die in Jungsmannschaften mitgespielt haben. Einige davon spielen heute immer noch mit mir in der Nationalmannschaft. Franzi Feldmeier zum Beispiel – mein Bestie in der Nationalmannschaft. Wir haben von Anfang an zusammengespielt, seit wir fünf Jahre alt waren. Das ist immer wieder motivierend, weil man merkt: Wir haben all diese Schritte und diesen ganzen Weg gemeinsam gemacht.

Danke, Sandra! Wie schön, dass du den Anfang gemacht hast – und uns als allererster Gast beehrt hast.

Katalina Farkas und Nina Probst haben Sandra im Januar zum Video-Interview getroffen, Nina hat außerdem ausführlich über das Olympia-Debüt der deutschen Eishockey-Spielerinnen auf taz.de geschrieben und das Testspiel des DEB-Teams gegen Japan besucht. Redaktion und Lektorat: Katalina Farkas, Nicole McDermott, Fred Grimm, Nina Probst. Fotos: Sinah Bruckner. Fotoredaktion: Katrin Binner.

Foto: Sinah Bruckner

WHAT TO WATCH

Als frischgebackene Abstreiter-Ultras schauen wir natürlich alle Vorrundenspiele der Gruppe B. Hier sind die Spieltermine, das Viertelfinale findet am 13.2. statt.

05.02.2026 | 12:10 Uhr | Schweden – Deutschland (Eurosport/ZDF sportstudio)
07.02.2026 | 12:10 Uhr | Deutschland – Japan (sportschau.de)
09.02.2026 | 16:40 Uhr | Deutschland – Frankreich (ZDF sportstudio)
10.02.2026 | 16:40 Uhr | Italien – Deutschland (ZDF sportstudio)

Am 7.2. startet um 18:45 Uhr das Skispringen. Das deutsche Team um Selina Freitag und Fahnenträgerin Katharina Schmid hofft auf Medaillen (sportschau.de).

Die große Frage im Ski Alpin: Tritt Lindsey Vonn tatsächlich mit gerissenem Kreuzband an? Und wie wird sich die deutsche Medaillenhoffnung Emma Aicher schlagen? 8.2., ab 11:20 Uhr (sportschau.de).

Im Skeleton will Hannah Neise ihre Goldmedaille verteidigen, die sie bei den Spielen von Peking 2022 überraschend gewann – und die sie in eine tiefe Krise stürzte. Am 13.2. finden die ersten beiden Abfahrten statt, am 14.2. fällt ab 17:50 Uhr die Entscheidung (sportschau.de).

Spitzenduelle erwarten euch außerdem beim Fußball und beim Basketball. In der Frauen-Bundesliga empfängt Werder Bremen (Tabellenplatz 4) am 7.2. die Tabellenzweiten vom VfL Wolfsburg (12:00 Uhr, DAZN/Magenta). In der 1. Damen-Basketball-Bundesliga (der wir gerne einen neuen Titel verpassen würden, an wen dürfen wir unsere Vorschläge richten?) treffen die zweitplatzierten Saarlouis Royals zuhause auf die amtierenden Meisterinnen und Tabellenersten, die Rutronik Stars Keltern (8.2., 16:00 Uhr, Dyn überträgt kostenlos auf YouTube).

ERSTE WIRD MAN NICHT ALLEIN, kurz: ERSTE, ist ein Newsletter, ein Magazin, ein Podcast, eine Mission. Wir schreiben die Geschichten des Sports der Frauen neu. Abonniert diesen Newsletter, wenn ihr ebenfalls findet, dass Profisportlerinnen mehr Sichtbarkeit verdient haben. Und schreibt uns! Wir freuen uns über jegliche Hinweise, Ideen und Vorschläge – und über neue, noch nicht erzählte Geschichten. [email protected]

Unser nächster Newsletter erscheint am Donnerstag, den 19. Februar.